Am 15. September 1911 gründeten Rielingshäuser Landwirte eine Milchverwertungsgenossenschaft. Der Fuhrmann vom Lehrhof brachte dann die Milch für 2 Mark täglich zur Bahn nach Erdmannhausen, wo sie weiter nach Ludwigsburg und Stuttgart verfrachtet wurde. Was übrig blieb wurde im "Milchhäusle" verbuttert. Der Auszahlungspreis lag 1912 bei 14 Pfennig je Liter und 1972 bei 41,5 Pfennig je Liter.
Ende 1932 wurde ein Milchablieferungsvertrag mit der Stuttgarter Milchzentrale abgeschlossen. Für saubere Milch wurden 1933 Milchfilter mit Wattescheiben bestellt. In den Kriegsjahren und der Mangelwirtschaft wurde viel Milch schwarz verkauft. Am 1. Januar 1956 waren alle Viehbestände TBC-frei. Eine Neuerung bedeutete der Ladenbau 1966 für Milch und Milcherzeugnisse. Im Jahre 1972 wurde das "Milchhäusle" endgültig geschlossen. (Ortsbuch Rielingshausen)
Kultur- und Heimatverein Rielingshausen e. V.
Vorsitzende:
Christiane Scheuing-Bartelmess, Tanja Wildermuth und Jens Knittel, Kassiererin: Claudia Pelz.
Sühnekreuz von Rielingshausen
Sage: Ein Fuhrmann überfuhr mit seinem Gespann eine Gans des Gänsehirten, und zwar ausgerechnet eine, die dem Schultheißen gehörte. Fuhrmann und Gänsehirt gerieten darüber in Streit und erschlugen sich gegenseitig.
