Der Kamerun-Missionar Jakob Hofmeister wurde am 19. März 1872 in Rielingshausen geboren. Zuhause wurde das Calwer Missionsblatt gelesen, das bei ihm vermutlich schon frühzeitig Interesse für die Arbeit der Heidenmission erweckte. Zuerst erlernte er das Weberhandwerk. Mit 19 Jahren wurde er kaufmännischer Angestellter bei einer Zuckerfabrik in Heilbronn. Er schloß sich der Baptistengemeinde an. Nach einer schweren Krankheit trat er im Herbst 1895 ins Missionshaus in Hamburg ein. Drei Jahre lernte er Latein und Hebräisch im Selbstunterricht. Griechisch in der Klasse. Er heiratete seine Frau Frida, geb. Mauk von Liebersbronn bei Esslingen. Am 7. August 1898 fand die Aussendungsfeier statt und schon am 10. August fuhr er mit seiner Frau von Hamburg ab mit dem Ziel Kamerun in Westafrika. Kamerun war damals eine deutsche Kolonie. Er leitete eine Mission. Nach zweijähriger Tätigkeit musste er schwerkrank auf ein Schiff getragen werden, dass ihn und seine Frau nach Deutschland brachte. Von 1905 - 1910 war Missionar Hofmeister ein weiteres Mal in Kamerun tätig. Bei der zweiten Heimreise brachten sie ihre afrikanische angenommene Tochter Irene mit nach Rielingshausen. Insgesamt viermal arbeitete das Ehepaar in Afrika. Im Jahre 1929 kehrte er tropenkrank zurück und verstarb im Cannstatter Krankenhaus am 4. März 1930. (Quelle: Thomas Bauser und Paul Hild, Das Ortsbuch von Rielingshausen, 1973, S.203ff)
Kultur- und Heimatverein Rielingshausen e. V.
Vorsitzende:
Christiane Scheuing-Bartelmess, Tanja Wildermuth und Jens Knittel, Kassiererin: Claudia Pelz.
Sühnekreuz von Rielingshausen
Sage: Ein Fuhrmann überfuhr mit seinem Gespann eine Gans des Gänsehirten, und zwar ausgerechnet eine, die dem Schultheißen gehörte. Fuhrmann und Gänsehirt gerieten darüber in Streit und erschlugen sich gegenseitig.
